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Forschungsbereiche

Die Mitglieder des Forschungsinstituts sind in folgenden Bereichen tätig:

eLearning in Medicine

eLearning bezeichnet allgemein sämtliche Formen des Lernens mit Unterstützung von elektronischen Medien. Besonders reizvoll sind diese Techniken in der Medizin. Beispielsweise können “virtuelle” Patienten Studierenden eine praxisnahe Aus-, Weiter- und Fortbildung und Prüfung ermöglichen. Wie in einem Flugsimulator können werdende Ärzte in einer virtuellen Arztpraxis “trainieren”. Die vom Forschungsbereich entwickelte und vielfach preisgekrönte CAMPUS-Software ist ein solches realitätsnahes, interaktives, fallbasiertes und multimediales Lernsystem. Der von Prof. Dr. Martin Haag geleitete Forschungsbereich kooperiert sehr eng mit dem Educational Technology Laboratory im Deutschen Forschungszentrum für Künstliche Intelligenz (DFKI). Einen Überblick über die Projekte des Forschungsbereichs eLearning in Medicine finden sie hier. Ansprechpartner: Prof. Dr. Martin Haag

Gesundheitsökonomie und Versorgungsforschung

Die gesundheitsökonomische Analyse von neuen Medikamenten gewinnt zunehmend an Bedeutung für die Akteure des deutschen Gesundheitswesens, da sie mittlerweile gesetzlich verankert ist.
Gesundheitsökonomische Folgenabschätzungen verlangen zuverlässige Prognosen über zukünftige Auswirkungen von Gesundheitsentscheidungen. Dies benötigt Computersimulationsmodelle zur Prognose zukünftig erwarteter Erkrankungsverläufe und ihrer Kosten.

Die PROSIT Disease Modelling Community entwickelt solche Simulationsmodelle und beschreitet damit neue Wege in der Gesundheitsökonomie, denn noch nie war die Entwicklung so transparent und nachvollziehbar.

Das Gesundheitsmanagement von Populationen mit chronischen Erkrankungen erhält aufgrund des demographischen Wandels der zahlenstarken “Baby-Boomer Generation” immer größere Bedeutung. Aber zu welchen Kosten geschieht das? Daher ist die Versorgungsforschung eng mit der Gesundheitsökonomie verzahnt und stellt ein wichtiges Arbeitsgebiet dieses Forschungsbereichs dar. Relevante Forschungsergebnisse wurden beispielsweise im Rahmen digital unterstützter Versorgungsprozesse für Diabetes erzielt.

Ansprechpartner: Prof. Dr. Wendelin Schramm, Dr. Monika Pobiruchin

Geschäftsprozesse

Die Steuerung und Optimierung von Prozessen im Gesundheitswesen hat in den letzten Jahren eine rasch wachsende Bedeutung erlangt. Die Anwendungsfelder erstrecken sich von Pflegeprozesse, über medizinische Leitlinien und Patientenpfade bis hin zu den logistischen und ökonomischen Unterstützungsprozessen. Im Qualitätsmanagement und der Zertifizierung von Krankenhäusern hat die Beschreibung und ständige Verbesserung von Prozessen eine zentrale Bedeutung. Ansprechpartner: Prof. Dr. Christian Fegeler

Consumer Health Informatics

Das Feld der CHI beschäftigt sich mit Informationstechnologien, die es Individuen ermöglichen, die eigene Gesundheit zu gestalten.
Der Schwerpunkt fokussiert seine Forschungen dabei auf das Individuum als primärem Nutzer, der seine Gesundheit verstehen, bewerten, verändern und gemeinsam mit seinem Arzt oder Therapeuten Entscheidungen zu seiner Gesundheit treffen möchte. Ziel ist es, die Gesundheit zu erhalten, Krankheiten zu behandeln und die Lebensqualität zu erhöhen.
Dies beinhaltet folgende Themen: Die Perspektiven von Bürgern und ihrem sozialen Umfeld sowie von Ärzten/Gesundheitsfachkräften auf CHI. Szenarien für die Nutzung von Gesundheitsdaten, die über heute bekannte Anwendungen und Kontexte hinaus gehen. Einflussfaktoren, die bei der Gestaltung und beim Einsatz von CHI Anwendungen berücksichtigt werden müssen. Konsequenzen der gewonnenen Daten und eingesetzten Technologien auf das Arzt-Patienten-Verhältnis.
Ein anschauliches CHI-Projekt stellt das im GECKO Institut verankerte Forschungsprojekt GlassAllergy dar. Darüber hinaus finden interessierte Forscher in der Arbeitsgruppe CHI der gmds e.V. eine Vernetzungs- und Austauschplattform auf nationaler Ebene. Ansprechpartner: Dipl.-Inform. Med. Martin WiesnerDr. Monika PobiruchinRichard Zowalla