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Laufende und erfolgreich abgeschlossene Projekte des Forschungsbereichs eLearning in Medicine seit 2013

LAUFENDE PROJEKTE

 

Neuentwicklung Virtuelle Patienten
Virtuelle Patienten sind eine interaktive, realitätsnahe, computerbasierte Simulation der Patientenbetreuung mit dem Ziel der praxisnahen Aus-, Weiter- und Fortbildung und/oder Prüfung. Der Anwender erarbeitet sich dabei den Lernstoff interaktiv. Konkret betreuen die Nutzer einen Patienten in einer virtuellen Klinik von der Anamnese bis zur Therapie und müssen dabei alle Entscheidungen selbst treffen. Dabei erhalten sie jeweils Feedback zu ihrenn Entscheidungen. Ziel von Virtuellen Patienten ist es die Studierenden so gut wie möglich auf “echte” Patienten vorzubereiten, den echten Patientenkontakt jedoch keinesfalls zu minimieren. Dabei können Virtuelle Patienten im Sinne von “Blended Learning” die klassischen Unterrichtsformen wie das Seminar und den Unterricht am Krankenbett ergänzen und vertiefen.
In Kooperation mit der Universität Heidelberg, der LMU München, der WWU Münster und der Instruct gGmbH wird die vom Forschungsbereich entwickelte und vielfach preisgekrönte CAMPUS-Software nach 20 Jahren des erfolgreichen Einsatzes national wie international vollkommen neu entwickelt. Ziel der Neuentwicklung ist es, innovative und weltweit einzigartige neue Funktionalitäten, z.B. im Bereich Learning Analytics, umzusetzen und gleichzeitig durch den Einsatz neuester Softwaretechnologien die Software für die nächsten Jahre fit zu machen und auch mobile Endgeräte optimal zu unterstützen. Informationen und Beispiele zur CAMPUS-Software finden Sie auf der Homepage des Zentrums für Virtuelle Patienten, Informationen zur Virtuellen Patienten Software CASUS finden sich auf den Seiten der Instruct gGmbH. Beide Softwaresysteme dienen als Ausgangsbasis für die Neuentwicklung. Beispiele für Virtuelle Patienten in verschiedenen Sprachen, die im Rahmen eines EU-Projektes entwickelt wurden, finden Sie hier (Gastzugang/Demokurs auswählen).

OPTINOFA
In Deutschland ist ein rasanter Anstieg der Fallzahlen in den Krankenhäusern vor Ort zu verzeichnen. Ambulante Notfallbehandlungen, die auch hausärztlich versorgt werden könnten, haben dabei überproportional zugenommen. Die Folgen sind Overcrowding-Szenarien in den klinischen Notaufnahmen, eine Erhöhung der Risiken der Versorgung bei begrenzten Ressourcen und steigende Kosten in der Notfallbehandlung. Das Projekt OPTINOFA verfolgt daher das Ziel, durch strukturierte Ersteinschätzung in Bezug auf Behandlungsdringlichkeit und erforderliche Notfallversorgungsstufe eine stringente und differenzierte Steuerung von Notfallpatienten in die Sektoren der ambulanten und stationären Behandlung in der Notaufnahme einzuführen.
Hierzu werden für präklinisch und innerklinisch tätige Notfallmediziner und für niedergelassene Ärzte im Bereitschaftsdienst KI-basierte Assistenzdienste zur strukturierten Ersteinschätzung webbasiert in Echtzeit zur Verfügung gestellt werden. Der Forschungsbereich ist für die Konzeption, Entwicklung und Erprobung der zum Einsatz kommenden intelligenten Assistenzdienste verantwortlich. Dies erfolgt in enger Zusammenarbeit mit der Universitätsmedizin Göttingen und dem Educational Technology Laboratory des Deutschen Forschungszentrums für Künstliche Intelligenz. Die KI-basierten Assistenzdienste werden in Kliniken in Bayern, Baden-Württemberg, Berlin, Niedersachsen, Nordrhein-Westfalen, Thüringen und Sachsen erprobt. Weitere Informationen finden Sie auf der Projekthomepage.

Virtuelles Klassenzimmer
Das „Virtuelle Klassenzimmer“ ermöglicht Patienten der Kinderklinik, die über einen längeren Zeitraum stationär behandelt werden müssen, vom Krankenbett aus mittels Laptop und Webkamera jeden Tag für einige Stunden mit ihrer Heimatschule verbunden zu sein. Dabei geht es nicht nur um die Vermittlung von Lernstoff, sondern auch um die Aufrechterhaltung der sozialen Kontakte zu Mitschülern und Freunden, um nach der Genesung die Wiedereingliederung in die Klassengemeinschaft zu erleichtern. Das Projekt wird gemeinsam mit der Stiftung „Große Hilfe für kleine Helden“ durchgeführt. Zuletzt berichtete die Videokolumne 360° der Heilbronner Stimme in einem Beitrag über das Projekt Virtuelles Klassenzimmer.

Gedächtnisprojekt
Zusammen mit Prof. Dr. habil. Erich Kasten (Professur für Neurophysiologie und Forschungsmethodik an der MSH Medical School Hamburg) werden im Rahmen von Abschussarbeiten Gedächtnistrainingsmethoden für Patienten mit Hirnschädigung in Webprojekte umgesetzt und frei zur Verfügung gestellt. Diese können hier eingesehen und getestet werden.

Elektronische Prüfungen in der Medizin
Mithilfe des CAMPUS-Systems werden computerbasierte Prüfungen im Medizinstudium durchgeführt. Diese Art des Prüfens ist sehr effizient bei bestimmten Fragetypen und vielen Teilnehmern. Zudem generiert CAMPUS signierte Videos bestehend aus einzelnen Screenshots. Dieser Ansatz ermöglicht es im Nachhinein genau dokumentieren zu können, welche Antworten die Prüflinge während einer Prüfung gekreuzt hatten – ein wichtiger Schritt in Richtung Rechtssicherheit. Weitere Informationen finden Sie auf den Seiten des Umbrella Consortiums for Assessment Networks. Als Teil diese Konsortiums wurden verschiedene Werkzeuge zur Prüfungsunterstützung entwickelt.

 

ERFOLGREICH ABGESCHLOSSENE PROJEKTE

 

A.L.I.N.A  Intelligente Assistenzdienste und personalisierte Lernumgebungen zur Wissens- und Handlungsunterstützung in der Interdisziplinären Notaufnahme
Die Etablierung sogenannter Interdisziplinärer Notaufnahmen in Kliniken ruft hinsichtlich der beruflichen Qualifizierung dort tätigen Personals durch die Tätigkeit verschiedener Fachdisziplinen, hohem Zeit- und Kostendruck, heterogener beruflicher Expertise und Nutzung unterschiedlichster Informationssysteme und Medizintechniken verschiedene Probleme hervor. Das Projekt A.L.I.N.A. verfolgte das Ziel, in den Prozessabläufen der Interdisziplinärer Notaufnahme für nicht-akademische Zielgruppen intelligente Assistenzdienste zur bedarfsorientierten „in situ“ Unterstützung in der präklinischen und klinischen Phase der Notfallversorgung via Internet zur Verfügung zu stellen. Darüber hinaus sollten personalisierte Lernumgebungen etabliert werden, um die Vermittlung theoretischer und klinisch-praktischer Grundlagen orts- und zeitunabhängig zu unterstützen. Die Software-Lösungen wurden in den Modellkliniken mit den nicht-akademischen Zielgruppen in ärztlicher Kooperation erfolgreich erprobt. Projektpartner in A.L.I.N.A. waren die Universitätsmedizin Göttingen, das Universitätsklinikum der Otto-von-Guericke-Universität Madgeburg, sowie das Deutsche Forschungszentrum für Künstliche Intelligenz Berlin. Weitere Informationen finden Sie auf der Projekthomepage.

Allgemeinmedizin kompakt
Im Auftrag der medizinischen Fakultät der WWU Münster wurde ein Monitoring Systems für das CAMPUS-System entwickelt. Dieses ermöglicht Dozenten Defizite der jeweiligen Studentengruppen bei der Fallbearbeitung zu erkennen, um ihren Unterricht gezielt an diese anpassen zu können. In einer Übersicht können Ergebnisse der Fallbearbeitung eingesehen werden, wie z. B. die durchschnittliche Bearbeitungszeiten oder korrekt beantwortete Fragen. Die Ergebnisse sind dabei aufgeschlüsselt nach Anamnese, Verdachtsdiagnose, Untersuchung, Diagnose und Therapie. Dies ermöglicht eine detaillierte Auswertung und somit eine genaue Analyse der Lernerfolge und -defizite der jeweiligen Studentengruppe.

KittelDuell
“Kittelduell” war ein Teilprojekt des Projekts Ubiquitäres Lernen mit mobilen Endgeräten im Medizinstudium welches im Auftrag der medizinischen Fakultät der WWU Münster durchgeführt wurde. In diesem Projekt wurde das E-Learning-Tool “MI-Quiz” für mobile Endgeräte weiterentwickelt, welches das Lernen von Faktenwissen im Studium unterstützt. Eine Besonderheit ist der Einsatz von Spielelementen um die Nutzungsmotivation der Studierenden zu erhöhen und somit durch eine regelmäßige und häufige Wiederholung Faktenwissen zu festigen. Vor allem im Medizinstudium ist eine breite Wissensbasis maßgeblich für den Erwerb klinischer Kompetenzen.